Die Realität der zeitgenössischen Aufklärung: Eine Brücke zum Atheismus und ein Pfad des Skeptizismus

Von
Dr. Haitham Talaat
Wer die Geschichte der intellektuellen Bewegungen in Europa betrachtet, findet jene, die als Aufklärer bekannt wurden. Sie erhoben Parolen, die Religion nach ihren Neigungen unter dem Vorwand der Erneuerung zu verstehen, und nur wenige Jahrzehnte später wurde der Kontinent zu einer Brutstätte des expliziten Atheismus. Diese historische Erfahrung offenbart uns einen gefährlichen Mechanismus, der mit der Kühnheit gegenüber dem heiligen Text beginnt und im Verlust des Glaubens endet.
Die Methodik des schrittweisen Skeptizismus
Dieses intellektuelle Spiel beruht darauf, dem Herzen des Gläubigen die Ehrfurcht vor der Offenbarung zu entziehen, indem mal Texte angezweifelt werden und mal behauptet wird, dass die prophetischen Hadithe nicht mit der Logik übereinstimmen. Wenn die Ehrfurcht vor der Religion aus dem Herzen schwindet, wird der Weg für die Aufnahme atheistischer Zweifel geebnet.
Heute sehen wir, wie sich dasselbe Szenario in unserer arabischen Realität unter demselben Namen wiederholt. Es treten Personen hervor, die sich selbst als Aufklärer bezeichnen, während sie in Wahrheit weder Wissen noch fundierte Forschung präsentieren, sondern lediglich willkürliche Zweifel säen, die auf keiner wissenschaftlichen Grundlage beruhen.
Merkmale der zeitgenössischen Aufklärungsströmung
Die Merkmale dieser Strömung lassen sich in mehreren Punkten zusammenfassen, die in ihrem Diskurs deutlich werden:
Ständige Angriffe auf die Sunna des Propheten und die authentischen Hadithe.
Verspottung der Gelehrten der Umma und Herabwürdigung der rechtschaffenen Vorfahren (Salaf).
Das Verstecken hinter dem Slogan der Vernunftanwendung um persönliche Neigungen fernab von den Regeln der Beweisführung durchzusetzen.
Die Manipulation religiöser Texte ist keine Gedankenfreiheit, sondern der erste Weg in den intellektuellen Untergang. Die Religion ist kein Raum für Spielereien, und wer sich diesen Pfaden nähert, setzt seinen Fuß auf die Schwelle des Atheismus, auch wenn er dies nicht offen ausspricht.