Die Entfremdung der Identität und die Gefahren der gezielten Zersetzung der menschlichen Fitrah in zeitgenössischen Erscheinungsformen


Von
Dr. Haitham Talaat
Was wir heute in einigen öffentlichen Versammlungen an religiösen Grenzüberschreitungen erleben – wie Musikinstrumente, unerlaubte Vermischung der Geschlechter und das Auftreten einiger Männer mit befremdlichen Erscheinungsbildern wie Tätowierungen und Ohrringen – erfordert ein tiefes Innehalten, das über die bloße übliche rechtliche Missbilligung hinausgeht.
Die eigentliche Gefahr in diesen Szenen liegt nicht nur in der Begehung offensichtlicher Verbote, die die Allgemeinheit ablehnt, sondern im systematischen Versuch, die Identität der Gesellschaft selbst zu verändern. Das Bestreben, die Gesellschaft zu einer verzerrten Kopie westlicher Gesellschaften zu machen, in der die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Erscheinungsbild von Mann und Frau verschwimmen, ist ein direkter Angriff auf die Fitrah, die Gott den Menschen eingeprägt hat.
Veränderung geschieht meist nicht durch direkte Aufrufe zur Nachahmung, sondern durch eine Strategie der visuellen Normalisierung. Wenn sich diese Szenen überall wiederholen, beginnt sich das Auge daran zu gewöhnen, und folglich akzeptiert der Verstand allmählich das, was er gestern noch ablehnte. Diese schrittweise Akzeptanz ist der Abgrund, der letztlich zum Verzicht auf die naturgegebenen und wertbasierten Konstanten führt.
Die Bewahrung der Fitrah und der Schutz der islamischen Identität vor der Verwässerung ist in erster Linie ein Kampf des Bewusstseins, der von uns Wachsamkeit gegenüber der beabsichtigten Verwestlichung und Entstellung fordert.