Die Gefahr der Pseudo-Aufklärung: Eine Analyse der Folgen des schwindenden religiösen Eifers

Die Strömung der sogenannten Aufklärer oder Säkularisten in unserer heutigen Realität versucht, ein Modell einer verwässerten Religiosität aufzuzwingen. Dabei wird vom Muslim verlangt, angesichts von Übeln in völligem Schweigen und mit einem ständigen Lächeln zu verharren, unter falschen Parolen wie persönlicher Freiheit und Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer. Das wahre Ziel dieser Rufe ist es, den Muslim seines religiösen Eifers (Ghayrah) und seiner moralischen Werte zu berauben, die ihn zur Reform anspornen.
Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) warnte davor, diesen Zustand der wertmäßigen Abstumpfung zu erreichen, wie es im Musnad von Imam Ahmad mit einer authentischen Überlieferungskette heißt:
Die Stunde wird nicht schlagen, bis Allah Seine Auserwählten von den Bewohnern der Erde zu Sich nimmt, sodass nur noch der Abschaum (Ajajah) übrig bleibt, die weder das Rechte kennen noch das Unrecht verabscheuen.
Dieser Hadith zeichnet ein düsteres Bild einer Gesellschaft, die ihren moralischen Kompass verloren hat, in der das Konzept des Gebietens des Rechten und des Verbietens des Unrechten verschwindet. Dies ist genau das, was die Verfechter des Säkularismus heute anstreben: dass wir das Stadium des Abschaums (Ajajah) erreichen, der nicht mehr zwischen Wahrheit und Falschheit unterscheidet.
Die Zerstörung der Konstanten und das Ausbleiben des Protests
In den Prophezeiungen über die Endzeit erreicht die Angelegenheit das Ausmaß der Geringschätzung der heiligsten Stätten, wie im Hadith: „Die Kaaba wird von Dhu al-Suwayqatayn aus Abessinien zerstört werden.“ Das gefährliche Merkmal hierbei ist nicht nur der Akt der Zerstörung, sondern der Zustand der Gleichgültigkeit, der die Menschen dann befallen könnte. Würde jemand Einspruch erheben, so würde sich ihm jemand entgegenstellen, der sich selbst als Aufklärer bezeichnet, um seinen Eifer zu unterdrücken und ihn als Extremismus zu brandmarken.
Wir stehen vor dem Versuch, einen Islam ohne Rückgrat zu erschaffen – einen Islam, der fernab von den Belangen der Ummah und dem Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Übel steht. Daher ist es die Pflicht des Muslims, stolz auf seine Religion und seine Werte zu sein und nicht zuzulassen, dass diese Wellen der Verwässerung seine Konstanten erschüttern oder die Flamme des Eifers für die Heiligtümer Allahs in seinem Herzen auslöschen.