Großer Lohn für einfaches Gedenken: Reflexionen über den Hadith der hundert Lobpreisungen

Von
Dr. Haitham Talaat
Es gehört zur Gnade Allahs, des Erhabenen, gegenüber Seinen Dienern, dass Er ihnen Tore des Guten eröffnet hat, die leicht zu verrichten sind, jedoch eine gewaltige Wirkung entfalten, die Ränge erhöhen und die guten Taten vervielfachen. Zu den wichtigsten dieser Tore gehört das, was der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) für das Gedenken am Morgen und am Abend festgelegt hat, insbesondere vor Sonnenaufgang und nach dem Nachmittagsgebet (Asr).
In der reinen Sunna des Propheten findet sich eine ausdrückliche Aufforderung, an vier umfassenden Lobpreisungen festzuhalten: Subhan Allah, al-Hamdu lillah, Allahu Akbar und La ilaha illa Allah – jeweils einhundert Mal. Diese Tat, so schlicht sie auch sein mag, birgt Belohnungen in sich, die nur Allah allein ermessen kann.
Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: 'Preise Allah einhundert Mal (Tasbih), denn dies kommt dem Freikauf von einhundert Sklaven aus den Nachkommen Ismaels gleich. Lobpreise Allah einhundert Mal (Tahmid), denn dies entspricht einhundert Pferden, die für den Weg Allahs gesattelt sind. Verherrliche Allah einhundert Mal (Takbir), denn dies gleicht einhundert Opfertieren (Kamele). Und bezeuge die Einzigkeit Allahs einhundert Mal (Tahlil), denn dies füllt den Raum zwischen Himmel und Erde.'
Dieser edle Hadith eröffnet dem Gläubigen weite Horizonte, um den Wert der Zeit und der gedenkenden Zunge zu erkennen. Das Tasbih gleicht der Befreiung von Sklaven, das Tahmid der Ausrüstung von Pferden für den Dschihad, das Takbir der Opferung von Kamelen und das Tahlil erfüllt den Raum zwischen Himmel und Erde mit Güte und Segen.
Daher sollte der Muslim seine Zunge stets mit dem Gedenken Allahs beleben und sein Herz bei jeder Lobpreisung und Verherrlichung präsent halten; denn der Glaube und die rechtschaffenen Taten wachsen durch diese ständige Verbindung mit dem Schöpfer der Erde und der Himmel.