Göttliche Gesetzmäßigkeiten bei Naturkatastrophen: Eine Analyse der Jurisprudenz der Altvorderen (Salaf)

Die gegenwärtige Welt erlebt eine Abfolge von Naturkatastrophen, Erdbeben und Epidemien, die keine bloßen Zufallsereignisse sind. Vielmehr sind es Zeichen, die zum Innehalten und Nachdenken über die Beziehung des Menschen zu seinem Schöpfer sowie über die Folgen der Sünden für die Stabilität und Rechtschaffenheit der Erde aufrufen.
Die Rechtleitung der Altvorderen im Verständnis von Heimsuchungen
Unsere rechtschaffenen Altvorderen (as-Salaf as-Salih) verknüpften die Unruhen auf der Erde stets mit dem Ungehorsam der Diener Gottes. Es wird überliefert, dass der Befehlshaber der Gläubigen, Umar ibn al-Khattab (möge Allah mit ihm zufrieden sein), als zu seiner Zeit ein Erdbeben geschah, sagte: "O ihr Menschen, dieses Beben geschah nur aufgrund von etwas, das ihr neu begangen habt. Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele liegt, wenn es zurückkehrt, werde ich niemals mehr mit euch darin wohnen." Dieses tiefe Verständnis verbindet das menschliche Verhalten mit den göttlichen Gesetzmäßigkeiten im Universum.
In einer anderen Szene, als Zypern erobert wurde, saß der edle Gefährte Abu ad-Darda (möge Allah mit ihm zufrieden sein) und weinte. Als er gefragt wurde, warum er an einem Tag des Sieges weine, sprach er seine unvergesslichen Worte: "Wie geringgeachtet sind die Geschöpfe bei Allah, wenn sie Seinen Befehl missachten. Während sie noch eine siegreiche und überlegene Nation waren, verließen sie den Befehl Allahs und wurden zu dem, was du hier siehst." (Überliefert von Imam Ahmad in Az-Zuhd).
Das Verderben auf Erden und die Folgen der Abkehr
Allah hat die Erde für das Gute und die Rechtschaffenheit bereitet erschaffen und uns davor gewarnt, durch Sünden und Ungerechtigkeit Verderben darauf zu stiften, wie es in der Offenbarung heißt:
Und stiftet auf der Erde kein Verderben, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist.
Sure Al-A'raf, Vers 56
Sünden betreffen nicht nur den Menschen allein, sondern ihre Wirkung erstreckt sich auf die Umwelt um ihn herum. Abu Bakr as-Siddiq (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: "Kein Wild wird gejagt und kein Baum wird gefällt, außer aufgrund dessen, was an Lobpreisung (Tasbih) vernachlässigt wurde."
Der Weg zur Errettung
Der Ausweg aus diesen Prüfungen und Katastrophen liegt in der aufrichtigen Rückkehr zu Allah, dem Allmächtigen, der Vermehrung von Reuegebeten (Istighfar) und Lobpreisung sowie der Korrektur des individuellen und kollektiven Weges, damit Allah das Unheil von uns abwendet und die Länder der Muslime bewahrt.