At-Tawakkul: Das spirituelle Antidot gegen psychische Ängste und Zukunftssorgen

Von
Dr. Haitham Talaat
Wenn der Mensch beginnt, Furcht vor dem Morgen zu empfinden, sich der Macht des Pessimismus hingibt und im Strudel des übermäßigen Grübelns (Overthinking) versinkt, das zu Schlaflosigkeit und Beklemmung führt, so begibt er sich an die Schwelle einer Depression, die eine verhaltenstherapeutische und psychologische Behandlung erfordern kann. Dieses Gefühl der Panik verzehrt die Keime der Hoffnung und des Optimismus in der Seele und verwandelt das Leben in tiefe Finsternis.
Die Illusion menschlicher Macht und die Garantien der Zukunft
Eine der größten Ursachen für Elend ist, dass der Mensch in menschlichen Kalkülen übertreibt, dabei deren Schwäche und Hilflosigkeit vergisst und die Allmacht Gottes vernachlässigt, in dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge liegt. Wenn der Diener Menschen fürchtet, die für sich selbst weder Nutzen noch Schaden bewirken können, tappt er in die Falle des Zögerns und der Suche nach schriftlichen Garantien für jeden Schritt, was seine Bewegung im Leben behindert und ihn daran hindert, nützliche Erfahrungen zu machen.
Hier müssen wir uns daran erinnern, dass der Satan uns Armut verspricht und uns vor der Zukunft ängstigt, während die prophetische Rechtleitung uns dazu anweist, Prioritäten zu setzen. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte: "Wessen Sorge das Diesseits ist, dem rückt Gott seine Armut direkt vor seine Augen und zerstreut seine Angelegenheiten".
Der Mangel an wahrer Stütze
Die Ferne von Gott, dem Erhabenen, bedeutet den Verlust der größten Stütze und des größten Beistands in der Existenz. Ohne das Vertrauen (Tawakkul) auf Gott, den Versorger, findet sich der Mensch materiell und psychisch entblößt und seinen Ängsten schutzlos ausgeliefert. Wahrer Erfolg wird nicht allein durch das Anhäufen materieller Ursachen erreicht, sondern durch die Verbindung des Ergreifens der Mittel mit aufrichtigem Gottvertrauen.
Gott will es euch leicht machen; denn der Mensch ist (als ein) schwaches (Wesen) erschaffen.
[Sure an-Nisa: 28]
Abschließend lässt sich sagen: Was auch immer der Mensch an weltlichen Gütern besitzen mag, seien es Millionen oder Macht und Ansehen, er wird in einem Zustand ständiger Furcht verharren, solange er sich nicht auf die starke Stütze Gottes verlässt. Suche Beistand bei deinem Schöpfer, in dessen Hand die Schlüssel aller Angelegenheiten liegen, so wirst du die Ruhe und Sicherheit finden, nach denen du dich sehnst.