Ritueller Islam und die Hermeneutik der Säkularisierung: Eine Analyse im Kontext zeitgenössischer Verwestlichung

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Die Unruhe, die einige angesichts der verschobenen Premiere des Films "Der Atheist" zeigten, offenbart im Kern die Natur des religiösen Modells, das bestimmte Kreise zu fördern und dem kollektiven Bewusstsein aufzuzwingen versuchen. Dieses Modell zielt nicht darauf ab, die Wahrheiten des Glaubens zu stützen, sondern strebt nach der Formulierung dessen, was man als "rituellen Islam" oder "buddhistischen Islam" bezeichnen könnte.
Diese Form der Religiosität soll lediglich eine isolierte spirituelle Praxis sein, in der Riten zu "Folklore" werden, die in engen Winkeln praktiziert wird – fernab von der Gestaltung einer Lebensweise oder der Einflussnahme auf die soziale, politische und moralische Realität. Das ultimative Ziel ist der Ausschluss der Scharia aus den Lebensbereichen und die Einsetzung der "säkularen Hermeneutik" als alternative höchste Autorität, die die Existenz deutet und die menschlichen Angelegenheiten lenkt.
Wir stehen vor einem ernsthaften Versuch, Religion neu zu definieren, sodass sie zu einer rein subjektiven, emotionalen Erfahrung wird, die die Mauern der Gotteshäuser nicht überschreitet, während der Säkularismus der eigentliche Motor der Gesellschaft bleibt. Dies widerspricht der Ganzheitlichkeit des Islam und seinem Anspruch auf Leitung aller Lebensbereiche.