Die Fiqh der Entschlossenheit im Ramadan: Zwischen dem Druck des Lebens und der Pflicht zur Beständigkeit

Von
Dr. Haitham Talaat
Mit dem Verstreichen der ersten Tage des gesegneten Monats Ramadan mag sich der Muslim mit einer dringlichen Frage konfrontiert sehen: Wohin ist jene Entschlossenheit verschwunden, mit der er den Monat begrüßte? Und wie konnten Ablenkungen, darunter Serien und andere Zerstreuungen, jene Zeit stehlen, die eigentlich ein bedeutender Wendepunkt in seinem Leben sein sollte?
Die Plage der Überforderung im Gottesdienst
Einer der Gründe für das Nachlassen des Eifers ist die Überlastung der Seele; man mag sich selbst Litaneien und Gedenken auferlegen, die die gegenwärtigen Kapazitäten übersteigen, was zu einem schnellen Abbruch führt. Die prophetische Methodik lehrt uns, dass die Gott am liebsten Taten jene sind, die am beständigsten sind, auch wenn sie gering sein mögen. Gefordert ist Kontinuität, selbst im Kleinen, die das Herz mit seinem Schöpfer verbindet.
Der Herr der Ursachen und der Herr des Universums
Der Druck und die Schwierigkeiten des Lebens mildern sich erst, wenn Gott einen zentralen Platz im Herzen des Dieners einnimmt. Die weltlichen Ursachen, denen wir nacheifern — sei es das Streben nach Ehe, Wissen, Arbeit oder Heilung — dürfen uns nicht vergessen lassen, dass der Verursacher aller Ursachen Allah ist, gepriesen sei Er. Wenn Gott mit dem Diener zufrieden ist, werden ihm die erschwerten Angelegenheiten erleichtert und die Tore des Erfolgs geöffnet.
Die weltlichen Ursachen, denen du hinterherjagst, sind nichts als Mittel; lass sie dich nicht vom Herrn des Universums und dem Herrn der Ursachen abschirmen.
Möge der Ramadan eine Gelegenheit sein, die Prioritäten neu zu ordnen und vom Lärm der Bildschirme in die Weite des Gehorsams zu fliehen, in der Gewissheit, dass die Erleichterung von Versorgung, Heilung und Erfolg allein in Gottes Hand liegt.